Bis zu 40% der Menschen in Deutschland leiden an einer Parodontitis. Diese Krankheit ist die bei weitem häufigste Ursache für Zahnverlust im Erwachsenenalter und betrifft vor allem den Kieferknochen. Häufig stellt sie sich schleichend ein und verursacht keine typischen Beschwerden. Das Messen der Zahnfleischtaschen und Röntgenbilder zur Dokumentation des Knochenrückgangs sind die wichtigsten diagnostischen Kriterien.

Auslöser sind Bakterien, die sich als Beläge auf der Zahnoberfläche ansammeln, einen Biofilm bilden und den Körper angreifen: die Infektion.

 

Kann man Parodontitis behandeln und wie läuft die Behandlung ab?

Das Grundprinzip ist die Beseitigung der bakteriellen Besiedlung der Wurzeloberfläche und die Elimination der Risikofaktoren z. B. Rauchen.


Die Behandlung besteht zwingend aus:

1. Die Vorbehandlung ist eine professionelle Zahnreinigung und die Instruktion zur optimalen Mundhygiene und Putztechnik.

2. Die Behandlung (geschlossene Parodontaltherapie) wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Auch kann eine medikamentöse Therapie (gezielte Antibiotikabehandlung) in Betracht kommen.

3. Die Nachbehandlung ist die Kontrolle der Regeneration und des Übungserfolges.

Nach erfolgreicher Erstbehandlung darf man jedoch nicht von einer dauerhaften Heilung ausgehen. Wie bei z. B. einer Bluthochdruckerkrankung besteht auch hier eine genetische Prädisposition, die eine Langzeitkontrolle unabdingbar macht.

             Parodontitisbehandlung